Festgeldkonten im Vergleich

Anlagehorizont

Als Anlagehorizont wird der Zeitraum bezeichnet, für den ein bestimmter Betrag angelegt werden soll. Der Anlagehorizont spielt insbesondere bei der Entwicklung einer Anlagestrategie die sich individuell an den persönlichen Verhältnissen des Anlegers ausrichtet eine wichtige Rolle. Man unterscheidet dabei zwischen einem kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Anlagehorizont.
Mehr zum Anlegehorizont bei Festgeldkonten finden Sie unter Festgeld Anlagedauer.
Im folgenden geht es weiter mit allgemeinen Informationen rund um den Anlagehorzont bei Geldanlagen.

Kurzfristiger Anlagehorizont

Von einem kurzfristigen Anlagehorizont spricht man bei Geldanlagen mit einem Zeitraum von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Im Bereich des Aktienhandels fällt insbesondere das sogenannte Day-Trading in diesen Bereich. Dabei werden die gekauften Aktien und Anleihen in der Regel noch am selben Tag wieder verkauft. Die am weitest verbreitete Anlageform mit einem kurzfristigen Anlagehorizont ist das Tagesgeldkonto. Hier ist das angelegte Geld täglich verfügbar und kann somit jederzeit abgerufen werden. Weitere Möglichkeiten sind auch das klassische Sparbuch oder spezielle Geldmarktfonds. Solche Anlagen sind immer dann interessant, wenn die Möglichkeit bestehen soll, kurzfristige über das Geld zu verfügen. Die mögliche Rendite ist jedoch bei kurzfristigen Geldanlagen in der Regel am geringsten.

Mittelfristiger Anlagehorizont

Als mittelfristige Geldanlagen gelten solche mit einem Anlagezeitraum zwischen einem und fünf Jahren. In der Praxis wird dieser Zeitraum mit Abstand am häufigsten gewählt. Das Verhältnis zwischen Verfügbarkeit der Anlage und der zu erwartenden Rendite ist hier am höchsten. Zu den möglichen Formen einer mittelfristigen Anlage gehören von der Bank angebotene Sparpläne, Sparbriefe, Termingeld oder Festgeld. Die Anleger erhalten dabei in den meisten Fällen einen für die gesamte Laufzeit garantierten Zinssatz. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass man bereits zu Beginn genau weiß, welchen Betrag man am Ende ausbezahlt bekommt. Wer sich für einen solchen Anlagezeitraum entscheidet, sollte sicher sein, dass er den angelegten Betrag in dieser Zeit nicht benötigt. Ein vorzeitiges Kündigen der Anlage ist nicht in jedem Falle möglich. Zudem können dadurch erhebliche Kosten entstehen. Zum einen muss zumeist auf die bisher erzielten Zinsen verzichtet werden, und zum anderen kann die Bank bei einer vorzeitigen Kündigung zusätzliche Gebühren verlangen.

Langfristiger Anlagehorizont

Als langfristige Anlagen zählen solche mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Bei diesen Laufzeiten hängt die Wahl insbesondere von der Risikobereitschaft des Anlegers ab. Soll kein Risiko eingegangen werden, dann kommen Festgeldanlagen mit einer entsprechend langen Laufzeit in Frage. Jedoch ist die mögliche Rendite bei dieser Form am geringsten. Als langfristige Geldanlagen zählen insbesondere die geschlossenen Fonds. Dabei wird das Geld der Fonds beispielsweise in Immobilien, Schiffen oder Flugzeugen angelegt. Allerdings eignen sich diese Laufzeiten ausschließlich für Anleger, die sehr lange auf ihr Geld verzichten können. Laufzeiten von 25 Jahren sind hier keine Seltenheit. Zudem sind diese Anlageformen mit einem großen Risiko verbunden. Dafür sind hier jedoch auch mit die besten Renditen möglich. Weitere Möglichkeiten der langfristigen Geldanlage sind Bundesschatzbriefe, kapitalbildende Lebensversicherungen oder auch Aktienfonds.

Die richtige Strategie finden

Wichtig bei der Geldanlage ist die richtige Strategie. Hierbei kommt es vor allem auf die richtige Kombination der unterschiedlichen Anlagehorizonte an. Anleger sollten den jeweiligen Betrag gemischt in kurz-, mittel- und langfristigen Anlageformen anlegen. Somit lässt sich das Vermögen langfristig mit guten Renditen vermehren und trotzdem bleibt der Anleger immer liquide.