Festgeldkonten im Vergleich

Festgeld Anlagedauer

Beim Festgeld legen Sie einen Anlagebetrag für eine bestimmte Laufzeit fest an. Dabei wird die Laufzeit direkt zu Beginn mit der Bank vereinbart. Da Sie während der Anlagezeit nur sehr schwierig und mit finanziellem Verlust an Ihr Geld kommen, sollten Sie sich vorab genau überlegen, für wie lange Sie Ihr Geld anlegen möchten.

Anlagedauer bestimmt Zinssatz


Die Laufzeit ist beim Festgeld ein wichtiger Faktor, wenn es um den möglichen Zinssatz geht. Je nach Bank können Sie zwischen Laufzeiten von 30 Tagen und 10 Jahren wählen. Allgemein lässt sich sagen, je länger die gewählte Laufzeit, desto höher ist der Zinssatz. Jedoch sind besonders lange Laufzeiten nicht immer vorteilhaft. Der Zinssatz steigt nämlich bei langen Laufzeiten prozentual nur noch sehr gering an. Der Grund liegt darin, dass Banken die Zinsentwicklung nur für eine gewisse Zeit vorausplanen können. Die angebotenen Zinssätze richten sich auch immer nach dem Leitzins, welcher von der Europäischen Zentralbank vorgegeben wird. Da niemand weiß, wie sich die Zinssätze in fünf oder zehn Jahren entwickeln, sind Banken auch entsprechend vorsichtig, was Zinsen bei langen Laufzeiten angeht. Auch sehr kurze Laufzeiten bieten nicht die besten Renditemöglichkeiten. Wenn Sie Geld nur für ein paar Monate anlegen möchten, lohnt sich eventuell eher ein Tagesgeldkonto. Erfahrungen zeigen, dass die Renditemöglichkeiten bei Laufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten am größten sind. Für diesen Zeitraum können Banken noch ganz gut vorhersehen, wie sich die Zinsen entwickeln. Befinden sich die Zinsen zu Beginn der Anlage auf einem Topniveau und ist in naher Zukunft mit sinkenden Zinsen zu rechnen, dann kann sich natürlich auch eine längere Laufzeit durchaus lohnen.


Vorzeitige Kündigung führt zu Verlusten

Die Festgeld Anlagedauer wird zu Beginn der Laufzeit fest zwischen Ihnen und der jeweiligen Bank vereinbart. Sie erhalten dafür, einen für die gesamte Anlagezeit fest garantierten Zinssatz. Sie haben dadurch den Vorteil, dass Sie bereits zu Beginn der Anlage wissen, welcher Betrag am Ende ausbezahlt wird. Der Vorteil für die Bank liegt darin, dass diese während der gesamten Laufzeit fest mit dem Geld planen und arbeiten kann. Wenn Sie nun aus bestimmten Gründen früher an Ihr Geld möchten, bringt dies natürlich die Planungen der Bank durcheinander. Deshalb ist eine vorzeitige Kündigung nur in Ausnahmefällen möglich. Ob die Bank eine vorzeitige Kündigung annimmt, ist immer eine Frage der Kulanz. Ein generelles Recht zu einer vorzeitigen Kündigung gibt es nicht. Aus diesem Grund müssen Sie im Fall einer eventuellen vorzeitigen Kündigung in jedem Fall mit finanziellen Verlusten rechnen. So bekommen Sie für den abgelaufenen Zeitraum in der Regel keine Zinsen. Bereits bezahlte Zinsen werden bei der Rückzahlung vom Betrag entsprechend abgezogen. Zudem kann die Bank auch noch eine Gebühr berechnen, wenn sie das Festgeldkonto vor dem eigentlichen Ende auflöst.


Was geschieht am Ende der Festgeld Anlagedauer

Wichtig ist, dass Sie das Festgeldkonto rechtzeitig kündigen. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Diese kann jedoch je nach Bank auch abweichend sein. Sie finden die jeweilige Kündigungsfrist in den Vertragsbedingungen zum Festgeldkonto. Kündigen Sie nicht rechtzeitig, dann kann es passieren, dass sich die Festgeld Anlagedauer nochmals automatisch um dieselbe Zeit verlängert. Sie erhalten dann für die weitere Laufzeit den aktuell gültigen Zinssatz. Auch wenn Sie die Anlage weiterführen möchten, sollten Sie diese zunächst kündigen und sich ein Angebot von Ihrer Bank einholen. Dieses gilt es dann mit der Vielzahl von anderen Festgeldangeboten zu vergleichen. Es gibt auch Banken, bei denen sich die Laufzeit nur dann verlängert, wenn Sie vorher eine Zustimmung hierfür erteilen. Bleibt die Zustimmung aus, dann wird das Festgeldkonto aufgelöst und Sie erhalten den Anlagebetrag plus die erhaltenen Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen.


Was Sie beim Festgeld noch beachten sollten

Neben der Festgeld Anlagedauer gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer Dinge, die Sie vor der Entscheidung für ein Festgeldkonto beachten sollten. Über die Kosten müssen Sie sich dagegen keine Gedanken machen. Festgeldkonten gibt es mittlerweile bei allen Banken kostenfrei. Ein wichtiger Punkt ist noch die Sicherheit des Festgeldkontos. Bei allen Banken mit Sitz innerhalb der Europäischen Union sind alle Einlagen bis zu 100000 Euro durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds geschützt. Zudem haben sich so gut wie alle deutschen Banken zusätzlich noch einem privaten Sicherungsfonds angeschlossen. Diese bietet nochmals eine wesentlich höhere Absicherung. Oftmals bieten jedoch außereuropäische Banken die besten Zinsangebote. Hier sollten Sie sich jedoch vorher genau erkundigen, welchen Einlagensicherungsschutz die betreffende Bank anbietet. Bei Zweifeln sollten Sie lieber die Hände von solchen Anlagen lassen.

Achten Sie auch auf die Termine der Zinszahlungen. Diese können je nach Bank abweichen. In den meisten Fällen werden die Zinsen einmalig am Ende der Laufzeit ausbezahlt. Dies hat den Vorteil, dass Sie so am besten vom Zinseszinseffekt profitieren können. Gelegentlich bieten Banken jedoch auch eine jährliche Gutschrift der Zinsen an. Diese Variante kann vor allem dann lohnend sein, wenn Sie noch über einen ausreichenden nicht genutzten Sparerfreibetrag verfügen. Sie dürfen jedoch nicht vergessen, rechtzeitig einen Freistellungsauftrag bei der Bank zu stellen. Eine quartalsweise bzw. monatliche Zinszahlung, welche auch ab und an angeboten wird, lohnt sich dagegen nur für sehr hohe Anlagebeträge.