Ein Festgeldkonto bietet Ihnen die Möglichkeit eine attraktive Rendite zu erzielen bei maximaler Sicherheit. Sie legen dabei einen bestimmten Betrag für eine fest vereinbarte Laufzeit an. Der Zinssatz bleibt dabei für die gesamte Laufzeit fest garantiert. So wissen Sie schon zu Beginn der Laufzeit, welchen Betrag Sie am Ende erhalten werden.
Was Sie beim Festgeld bedenken sollten
Bevor Sie ein Festgeldkonto eröffnen, sollten Sie sich sicher sein, dass Sie den Anlagebetrag während der Laufzeit nicht benötigen. Eine vorzeitige Kündigung der Anlage ist nur möglich, wenn sich die Bank kulanterweise damit einverstanden erklärt. Allerdings führt die Kündigung zum Verlust der gesamten Zinsen. Zudem kann die Bank noch zusätzliche Gebühren verlangen.
Auswahlkriterien für das Festgeldkonto
Festgeldkonten werden von fast allen Banken angeboten. Deshalb sollten Sie einen genauen Vergleich durchführen, bevor Sie ein Festgeldkonto eröffnen. Für einen solchen Vergleich bietet sich vor allem der Festgeldrechner an wie Sie ihn bei uns finden. Die Bedienung ist dabei sehr einfach. Es reicht aus, den Anlagebetrag und die gewünschte Laufzeit in den Rechner einzugeben. Sie erhalten dann eine übersichtliche Aufstellung mit den besten Angeboten. Sie können dabei zu jedem Festgeldkonto den möglichen Zinssatz sowie die Gesamtsumme die Sie am Ende der Laufzeit erhalten einsehen. Neben den Zinsen sollten Sie bei der Auswahl des Festgeldkontos jedoch noch auch einige andere Dinge achten.
Kriterien bei einem Festgeldkonto:
- Zinssatz
- Laufzeit
- Mindesteinlage / Maximaleinlage
- Zahlungstermine der Zinsen
- Einlagensicherung
Der Zinssatz beim Festgeld
Wenn Sie ein Festgeldkonto eröffnen, dann soll dieses natürlich eine möglichst hohe Rendite bringen. Das wichtigste Kriterium hierfür ist der Zinssatz. Welchen Zinssatz Sie erhalten, hängt zunächst vom Leitzins der Europäischen Zentralbank ab. Ist dieser hoch, dann ist es für die Banken teuer sich Geld bei der EZB zu beschaffen. Deshalb versuchen die Banken, durch höhere Zinssätze Anleger zu gewinnen. Zudem hängt der Zinssatz auch vom Anlagebetrag und der Laufzeit ab.
Die optimale Laufzeit
Je nach Bank werden Festgeldkonten für Laufzeiten zwischen einem Monat und 10 Jahren angeboten. Erfahrungsgemäß erhält man die besten Zinsen, wenn man sein Geld für 12 bis 24 Monate anlegt. Für diesen Zeitraum können die Banken die Zinsentwicklung noch einigermaßen zuverlässig vorhersagen. Bei längeren Laufzeiten steigen die Zinssätze dann nur noch gering an. Sie haben durch die kürzere Laufzeit den Vorteil, dass Sie früher wieder auf ihr Geld zugreifen können.
Mindesteinlage oder Maximaleinlage
Fast alle Banken bieten ein Festgeldkonto erst ab einer bestimmten Mindesteinlage an. Die Höhe unterscheidet sich dabei je nach Anbieter. In den meisten Fällen liegen die Mindesteinlagen zwischen 500 Euro und 2500 Euro. Des Weiteren gewähren verschiedene Anbieter ihre beste Zinssätze nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag. Bei höheren Anlagen wird dann nur noch ein geringerer Zinssatz gewährt.
Termin der Zinszahlungen
Auch der Termin, an dem die Zinsen gezahlt werden, kann einen Einfluss auf die Gesamtrendite haben. In den meisten Fällen erfolgt die Zahlung der Zinsen zum Ende der Laufzeit. Bei dieser Variante haben Sie den Vorteil, dass Sie am besten vom Zinseszinseffekt profitieren können. Mittlerweile bieten einige Banken jedoch auch eine jährliche oder sogar quartalsweise bzw. monatliche Zinszahlung an. Die beiden letzten Möglichkeiten lohnen sich jedoch nur bei sehr hohen Anlagebeträgen. Welche Variante der Zinszahlung für Sie am besten ist, hängt auch von den Steuern ab. Kapitalerträge werden mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent versteuert. Diese Steuer wird direkt von der Bank an das betreffende Finanzamt abgeführt. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn Sie bei der Bank einen Freistellungsauftrag eingereicht haben. Haben Sie Ihre jährlichen Freibeträge noch nicht ausgeschöpft, dann lohnt sich besonders die jährliche Zahlung. Erfolgt die Zinszahlung am Laufzeitende, können die Zinsen je nach Anlagebetrag sehr hoch ausfallen. Liegen diese über Ihrem Freibetrag, dann müssen Sie für über den Freibetrag hinausgehende Zinszahlungen die Abgeltungssteuer abführen.
Die Sicherheit beim Festgeldkonto
Ein großer Vorteil des Festgeldkontos liegt in der hohen Sicherheit dieser Anlageform. Wenn Sie Ihr Geld bei einer Bank anlegen, welche ihren Sitz innerhalb der Europäischen Union hat, dann greift die gesetzliche Einlagensicherung. Seit dem 01. Januar 2011 sind diese Anlagen bis zu einem Betrag von 100000 Euro abgesichert. Die meisten deutschen Banken sind zudem auch noch Mitglied in einem privaten Einlagensicherungsfonds. Dadurch sind auch noch weitaus höhere Anlagen zu 100 Prozent abgesichert. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Sie bei einer Bank ein Festgeldkonto eröffnen, welche ihren Sitz außerhalb der EU hat. In diesem Falle gibt es keine gesetzliche Regelung, was die Einlagensicherung betrifft. Sie sollten deshalb vorab genau überprüfen, ob und bis zu welcher Höhe Ihre Geldanlage abgesichert ist.
Was geschieht am Ende der Laufzeit?
In der Regel müssen Sie das Festgeldkonto zum Ende der Laufzeit kündigen. Wird dies versäumt, dann verlängert sich die Anlage automatisch um dieselbe Laufzeit. Sie erhalten dabei automatisch den aktuellen Zinssatz. Die Kündigungsfristen unterscheiden sich je nach Bank. Sie könnend diese den aktuellen Vertragsbedingungen entnehmen. Nach der Kündigung erhalten Sie den Anlagebetrag inklusive der Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen. Sie können den Betrag natürlich auch direkt wieder für eine neue Laufzeit anlegen. Bei einigen Banken gilt auch die Regelung, dass Sie eine Verlängerung der Anlage bestätigen müssen. Erfolgt diese Bestätigung nicht, wird das Festgeldkonto automatisch aufgelöst und der Betrag wird an Sie überwiesen.
