Festgeldanlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass Sie einen bestimmten Geldbetrag über eine fest vereinbarte Laufzeit anlegen. Wen Sie ein Festgeldkonto eröffnen erhalten Sie von der Bank mit den Unterlagen zu Festgeldkonto auch die Vertragsbedingungen sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank. Aus diesen Unterlagen können Sie die Kündigungsfristen entnehmen, welche Sie beim Laufzeitende beachten müssen.
Laufzeitende – Kündigen oder Verlängerung?
Wenn sich die Laufzeit des Festgeldkontos dem Ende nähert, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie mit der Anlage weiter verfahren werden soll. Generell haben Sie zwei Möglichkeiten, Sie können die Laufzeit kündigen oder den Vertrag verlängern. Für den Fall, dass Sie gar nicht reagieren, wird der Vertrag unter Umständen automatisch zu den gleichen Konditionen verlängert. Das bedeutet, wenn Sie das Geld auf vier Jahre angelegt hatten, wird das die Anlagesumme inkl. der erhaltenen Zinsen ggf. automatisch wieder für vier Jahre fest angelegt. Dabei wird der aktuell günstigste Zinssatz gewährt.
Auf Kündigungsfristen achten
Wichtig ist, dass Sie für eine Kündigung unbedingt die entsprechenden Fristen einhalten. Jedes Versäumen führt zu einer automatischen Verlängerung. Dieses Verhalten der Banken wird auch als automatische Prolongation bezeichnet. Kündigen können Sie in der Regel telefonisch oder schriftlich. Sie können also einfach bei Ihrer Bank anrufen. Zur eigenen Sicherheit ist es jedoch zu empfehlen, eine Kündigung immer auf dem Schriftwege durchzuführen. Bei einigen Banken gibt es jedoch auch die sogenannte zu bestätigende Prolongation. Bei dieser Form müssen Sie der Verlängerung der Anlage zustimmen. Für den Fall, dass keine Zustimmung erfolgt, wird das Festgeldkonto aufgelöst und Sie erhalten ihre Anlage inklusive der Zinsen auf das Referenzkonto überwiesen. Welche Form bei einem Festgeldkonto Anwendung findet, können Sie den jeweiligen Vertragsunterlagen entnehmen. Die Länge der Kündigungsfrist hängt unter anderem auch von der Anlagedauer ab. Eine gängige Frist sind drei Monate.
Was passiert bei vorzeitiger Kündigung?
Festgeldanlagen werden für eine feste Laufzeit abgeschlossen. Deshalb ist eine vorzeitige Kündigung in der Regel nicht möglich. Deshalb sollten Sie vor dem Anlegen sicher sein, dass Sie den Anlagebetrag während dieses Zeitraums nicht benötigen. Sollten Sie das Geld dennoch dringend benötigen, sind Sie auf die Kulanz der Bank angewiesen. Sie müssen jedoch in Kauf nehmen, dass Sie für die bereits vergangene Zeit keine Zinsen erhalten. Zudem kann die Bank bei einer vorzeitigen Kündigung noch weitere Gebühren berechnen. Sie sollten eine vorzeitige Kündigung deshalb nur im absoluten Notfall in Erwägung ziehen.
Rechtzeitig Angebote vergleichen
In der Regel sind die Banken daran interessiert, dass der Kunde seine Festgeldanlage weiterführt. Aus diesem Grunde kontaktieren Sie den Anleger zumeist rechtzeitig vor dem Ende der Laufzeit. Falls Sie das Geld nicht benötigen, sollten Sie sich ein Angebot für eine weitere Laufzeit einholen. Bevor Sie sich bei der Frage kündigen oder verlängern festlegen, lohnt es sich jedoch, das Angebot der Bank mit denen anderer Kreditinstituten vergleichen. Dies funktioniert am einfachsten über einen Festgeldvergleich wie Sie ihn bei uns finden. Geben Sie hier einfach die Anlagesumme sowie die Laufzeit in den Festgeldrechner ein und Sie erhalten eine übersichtliche Aufstellung aktueller Festgeld Angebote. Achten Sie dabei neben dem Zinssatz auch auf die restlichen Konditionen wie Termine der Zinszahlung und die Höhe der Einlagensicherung.
Die ideale Laufzeit finden
Je nach Bank können sie beim Festgeld zwischen Laufzeiten von einem Monat bis zu sechs Jahren möglich. Dabei gibt es für Laufzeiten von bis zu zwei Jahren zumeist die attraktivsten Zinsen. Für längere Laufzeiten lässt sich die Zinsentwicklung nur sehr schwierig vorhersagen. Aus diesem Grund steigen die Zinssätze bei längeren Laufzeiten proportional nur sehr gering. Auch bei sehr kurzen Laufzeiten gibt es in den meisten Fällen nur einen geringen Zinssatz. So liegt die optimale Laufzeit für eine Festgeldanlage zwischen 12 und 24 Monaten. Für diesen Zeitraum gewähren die Banken erfahrungsgemäß die besten Zinsen. Sie haben dabei den Vorteil, dass Ihr Geld nicht zu lagen gebunden ist. Sie können dann überlegen ob Sie nach dem Laufzeitende die Anlage kündigen oder erneut anlegen möchten.
Auf die Einlagensicherung achten
Wenn Sie Ihr Geld bei einer Bank mit Sitz innerhalb der Europäischen Union anlegen, ist dies bis zu einem Betrag von 100000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Zudem haben sich die meisten Banken in Deutschland zusätzlich einem privaten Sicherungsfonds angeschlossen. Hier sind auch weitaus höhere Beträge abgesichert. Für den Fall, dass Sie Ihr Geld bei einer Bank außerhalb der EU anlegen möchten. Eine gesetzliche Einlagensicherung greift in diesen Fällen nicht. Die sollten sich deshalb vorab informieren, bis, zu welchem Betrag Anlagen geschützt sind.
